Gelbach-Glühen

Sommerfest der Gemeinden im Gelbachtal im August 2007

Das Gelbachtal im Rhein-Lahn-Kreis ist, neben seiner schönen Landschaft, nun um eine Attraktion reicher:

Es gibt den „Rhein in Flammen“, die „Kölner Lichter“ und seit 2007 auch das Gelbach-Glühen, ein Sommerfest für Bewohner und Besucher des zauberhaften Tals, ausgerichtet von Künstler à la carte und Herbert Fischer vom Fischerhof in Montabaur.

Die vorbereitenden Arbeiten begannen bereits im Herbst 2006.
Herbert Fischer kümmerte sich um die Logistik im Gelbachtal:
5 Brücken finden, auf denen jeweils ein Teil der Vorstellung stattfinden konnte, die Rittstrecke festlegen und die daraus folgenden Zeiten für die Performance ermitteln, die jeweilige Beleuchtung planen (Lampions, Kerzen, Fackeln und Feuer) und (last but not least) die Gastwirte im Gelbachtal für den Plan begeistern, damit am Abend der Aufführung auch für das leibliche Wohl der Zuschauer gesorgt ist.

Die Eventagentur Künstler à la carte (Heike Beutel und Anja Niederfahrenhorst) erstellte und koordinierte den künstlerischen Part der Veranstaltung.

Zuerst mussten die mitwirkenden Künstler verpflichtet werden.
Anja Niederfahrenhorst von Künstler à la carte war in mehreren Funktionen tätig: als Oragnisatorin, Regisseurin, Schauspielerin und Sängerin – und das zu Pferde.
Der Schauspieler Jürg Löw, vielen aus dem Fernsehen bekannt, und die Sängerin Heide Lex konnten für das Projekt begeistert werden.
Und auch die Musiker Andreas Sittmann (Gesang und Gitarre), Walter Jäger (Geige, Banjo, Dudelsack u.a.) und Dorrit Bauerecker von den „Rheinsirenen“ am Akkordeon sagten sofort zu.
Zur Unterstreichung der atmosphärischen Dichte der Schauplätze sollten die Musiker „unverstärkt“ spielen, also ohne elektrische Unterstützung - keine Verstärker, kein künstliches Licht.

Als Nächstes wurden die Lieder und Texte von Künstler à la carte zusammengestellt. Es entstand eine unterhaltsame Mischung aus moderner und klassischer Lyrik – vieles zum Lachen und Schmunzeln – manches zum Nachdenken, vieles zum Wiedererkennen, Mitsingen oder Mitsprechen. Alle Texte und Lieder wurden thematisch und atmosphärisch passend ausgewählt zu den Themen „Sommernacht, Wasser, Feuer und Fernweh“.

Nun trafen die Künstler in Köln mehrmals zusammen, um mit Künstler à la carte zu proben. Die Reihenfolge der Texte und Lieder wurde festgelegt, die Aufteilung auf die einzelnen Brücken und die jeweiligen Künstler und natürlich die Interpretation der Stücke.

Im Frühjahr 2007 fuhr das Team von Künstler à la carte noch mehrmals ins Gelbachtal, um die Strecke abzureiten und auf den Brücken die Spielorte für die Künstler festzulegen.

In den Tagen vor dem 11.August trafen dann alle Künstler im Fischerhof ein und die „heiße Phase“ der letzten Proben und Vorbereitungen begann.
Es galt, über 20 Pferde und Reiter, 2 Kutschen, 4 Planwagen und die mitwirkenden Gastwirte und Künstler zu koordinieren.

Als am 11.08.2007 dann um 18 Uhr die Kutschen und die Reitergruppe an der ersten Brücke in Bladernheim eintrafen, bot sich den etwa 100 Zuschauern ein prächtiges Bild. Bei strahlendem Sonnenschein begann das „Gelbach-Glühen“. Isselbach, Dies und die Bruchhäuser Mühle waren die nächsten Stationen. Die Zuschauer fuhren vorneweg, wurden immer mit Musik und kulinarischen Genüssen begrüßt und erlebten das Eintreffen der Reitergruppe mit den Schauspielern in immer neuer Atmosphäre und in jeweils anderem Licht.

Als die Zuschauer und Künstler schließlich in Weinähr, der letzten Station eintrafen, war es später Abend und die schöne Dorfbrücke mit der Linde von Fackeln und hunderten von Kerzen erhellt. Ein letztes Mal spielten die Musiker auf und die Schauspieler sangen und deklamierten, unterstützt diesmal von Herbert Fischer selbst und dem Wirt des Arnsteiner Hofes, Helmut Scherer, mit seiner wunderbaren Marionette Oskar und seinen Heinz Erhardt-Interpretationen.

Veranstalter und Zuschauer werteten Ihr Sommerfest als vollen Erfolg, so dass die ersten Planungen für das Gelbach-Glühen 2008 schon voll im Gange sind.